Seminar für Betriebsverantwortliche, Nachhaltigkeitsbeauftragte, Energiemanager und Planer
Nachhaltigkeit & Effizienz im Rechenzentrum
Vom Energieeffizienzgesetz zum Nachweis: Kennzahlen, Reifegradmodell, Abwärmenutzung und Energiemanagement für den Rechenzentrumsbetrieb von heute
Auf einen Blick
In fünf Tagen lernen Sie, welche Pflichten das Energieeffizienzgesetz und die europäische Berichtspflicht Ihrem Rechenzentrum auferlegen, wie Sie die Kennzahlen nach EN 50600-4-x messen und melden und mit welchen Maßnahmen, von der Abwärmenutzung bis zum Energiemanagementsystem, Sie die Vorgaben erreichen.
Danach begründen Sie Ihre Nachhaltigkeitsstrategie mit Zahlen, gegenüber Geschäftsführung, Auditoren und Behörden.
Rechtsrahmen und Technik
Das Seminar verbindet den Rechtsrahmen mit der Technik: die Pflichten aus dem Energieeffizienzgesetz und der europäischen Berichtspflicht, die Kennzahlen der EN 50600-4-x von der PUE bis zur Wasserverwendung, das Reifegradmodell nach CLC/TS 50600-5-1, der Blaue Engel und der EU Code of Conduct.
Von der IT bis zum Managementsystem
Darauf bauen die Maßnahmen auf: nachhaltige IT-Architektur, Planen und Bauen mit Ökobilanz, Gebäudeautomation und Energiemonitoring, Abwärmenutzung, Kühlung und Notstromkonzepte, Energie- und Umweltmanagement nach DIN EN ISO 50001, ISO 14001 und EMAS.
Bilanz und Potentialanalyse
Die Referenten kommen aus der Praxis: aus Auditierung und Zertifizierung, aus Planung und Bau, aus Gebäudeautomation und Energiemonitoring, aus Energie- und Umweltmanagement. In Gruppenarbeiten bilanzieren Sie die Emissionen eines Rechenzentrums und erstellen eine Nachhaltigkeitspotentialanalyse für Ihren Betrieb.
Warum Nachhaltigkeit & Effizienz?
Das Energieeffizienzgesetz setzt Rechenzentren Fristen und Grenzwerte.
Wer die Kennzahlen versteht, bevor er sie meldet, weiß, welcher Messpunkt zählt und welche Maßnahme die Kennzahl bewegt.
Das erspart Ihnen eine Meldung, die auf dem falschen Messpunkt beruht, und schützt Sie vor Nachrüstung unter Zeitdruck, wenn die Grenzwerte gelten. Genau dort setzt das Seminar an. Es führt von den Begriffen und Klimazielen über die Regulierung zu den Kennzahlen und Standards, mit denen die Vorgaben gemessen und nachgewiesen werden, und von dort zu den Maßnahmen in IT, Bau, Gebäudeautomation und Management, mit denen ein Rechenzentrum sie erreicht.
Grenzwerte nach Inbetriebnahme
Für Bestandsrechenzentren gilt eine Energieverbrauchseffektivität von höchstens 1,5 ab dem 1. Juli 2027 und 1,3 ab dem 1. Juli 2030; Rechenzentren, die ab dem 1. Juli 2026 in Betrieb gehen, brauchen 1,2 plus einen Mindestanteil wiederverwendeter Energie.
Managementsystem und Meldungen
Dazu kommen ein Energie- oder Umweltmanagementsystem mit kontinuierlicher Messung, jedes Jahr bis zum 31. März die Angaben nach Anlage 3 für das Energieeffizienzregister und ab 500 Kilowatt IT-Leistungsbedarf bis zum 15. Mai die Meldung an die europäische Datenbank über Rechenzentren. Berechnungsgrundlage sind in beiden Fällen die Kennzahlen der Reihe EN 50600-4-x (Gesetzesstand 13. November 2023). Ändert sich das Gesetz, behandelt das Seminar den Stand zum Seminartermin.
Die Grenzen der PUE
Die Norm selbst setzt Grenzen, die im Gesetz nicht stehen: Nach EN 50600-4-2 ist die PUE ein Werkzeug, um ein einzelnes Rechenzentrum über die Zeit zu verbessern, kein Maß zum Vergleich verschiedener Rechenzentren; Auslastung, Verfügbarkeitsklasse und Standortklima prägen den Wert.
Jedes Kilowatt zählt
Jedes Kilowatt Dauerlast, das entfällt, spart nach der Rechnung aus dem Seminar je nach Strompreis rund 1.000 bis 2.300 Euro Stromkosten im Jahr.
Für wen
Für wen ist das Seminar gedacht?
Betriebsverantwortliche für Rechenzentren aus Facility Management und IT
die die Pflichten aus dem Energieeffizienzgesetz erfüllen und gegenüber Register, Auditoren und Kunden nachweisen müssen.
Nachhaltigkeits- und ESG-Beauftragte
in Unternehmen mit eigenem Rechenzentrum, die für den CSRD-Bericht und die Klimaziele belastbare Kennzahlen aus dem Rechenzentrum brauchen.
Rechenzentrumsplaner und -berater
die Energieeffizienz, Abwärmenutzung und Reifegrad in Neubau und Bestand planen und begründen.
Energiemanager und Beauftragte für Energie- oder Umweltmanagementsysteme
die ein System nach DIN EN ISO 50001, ISO 14001 oder EMAS für das Rechenzentrum einführen oder führen.
Hersteller von Infrastrukturkomponenten
deren Kunden nach Kennzahlen, Kältemitteln und Effizienznachweisen fragen.
Zertifizierer und Auditoren
die Rechenzentren nach EN 50600, Blauem Engel oder ISO 50001 bewerten.
Empfohlen ist Grundwissen über die Gewerke eines Rechenzentrums, etwa aus dem Seminar Rechenzentrum – Allgemeine Grundlagen; Bedingung ist es nicht. Das Seminar schlägt die Brücke von den Berichtspflichten zur Technik und von der Technik zu den Zahlen, mit denen Sie berichten.
Referenten und Belege
Referenten aus laufenden Projekten
Die Referenten dieses Seminars kommen aus der Praxis; was sie lehren, haben sie in eigenen Rechenzentrumsprojekten angewendet. Welche Referenten einen Termin halten, hängt von Termin und Format ab; die Inhalte sind dieselben.
Oliver Bartsch
Managing Partner · do-projects GmbH
Senior Consultant · Drees & Sommer SE
Manager · Drees & Sommer SE
Solution Architect DataCenter · Schneider Electric GmbH
Thomas Grüschow
Lead Auditor EN50600 / ISO/IEC22237 · TÜV SÜD Industrie Service GmbH
Chief Education & Alliance Officer · DCE academy
Herstellerunabhängig
Die DCE academy vertreibt keine Produkte und vertritt keinen Hersteller. Ihr einziges Ziel ist, Wissen zu vermitteln und gut auszubilden, mit Experten, die ihr Thema aus laufenden Projekten kennen. Produktvertrieb findet im Seminar nicht statt.
Normungsarbeit aus erster Hand
Die DCE academy ist exklusiver Sponsor der ISO/IEC-22237-Arbeitsgruppe und wird über jedes Treffen des Normenausschusses und dessen Inhalte informiert. Änderungen an EN 50600 und ISO/IEC 22237 fließen in die Seminare ein, oft Monate vor der Veröffentlichung. Mitglied der German Datacenter Association.
- Schulungen seit 2007
- für Planung, Bau und Betrieb von Rechenzentren
- Mehr als 1.000 Teilnehmer
- mit Zertifikat der DCE academy
- Mehr als 25 Experten
- im Referentenkreis
- 97 % der Teilnehmer
- bewerten ihr Seminar mit gut oder sehr gut (Teilnehmerfeedback 2023–2026)
Was Sie mitnehmen
Nach dem Seminar können Sie
Nachhaltigkeit, Klimaneutralität und Treibhausgasneutralität unterscheiden, die Klimaziele von EU und Bund einordnen und die Emissionen eines Rechenzentrums nach dem GHG Protocol in Scope 1, 2 und 3 bilanzieren;
die Pflichten aus dem Energieeffizienzgesetz Ihrem Rechenzentrum zuordnen: PUE-Vorgaben und Abwärmeanteil je Inbetriebnahmedatum, Energie- oder Umweltmanagementsystem, Informationspflicht und Energieeffizienzregister, und daraus die Fristen für Ihren Betrieb ableiten;
die Kennzahlen der EN 50600-4-x (PUE, REF, ERF, CER, CUE, WUE) berechnen, ihre Bereichsgrenzen und Messkategorien erklären und wissen, welche Kennzahl das Gesetz in welcher Meldung verlangt;
das Reifegradmodell nach CLC/TS 50600-5-1, den Blauen Engel und den EU Code of Conduct als Bewertungsrahmen anwenden und den Stand Ihres Rechenzentrums darin einordnen;
Nachhaltigkeit in IT-Architektur, Hardwarebeschaffung, Planung und Bau bewerten: von Servereffizienz und wiederaufbereiteter Hardware bis zur Ökobilanz eines Neubaus;
Gebäudeautomation, Energiemonitoring und digitale Zwillinge als Werkzeuge für Messung, Nachweis und Optimierung einordnen und ein Messkonzept für die Kennzahlen anlegen;
ein Energie- oder Umweltmanagementsystem nach DIN EN ISO 50001, ISO 14001 oder EMAS einführen, mit Energieleistungskennzahlen führen und für Ihr Rechenzentrum eine Nachhaltigkeitspotentialanalyse mit Aktionsplan erstellen.
Inhalte
Sechs Module
Die sechs Module führen von den Begriffen und der Regulierung über die Kennzahlen und Standards zu den Maßnahmen in IT, Bau, Gebäudeautomation und Management.
Nachhaltigkeit ist mehr als Klimaneutralität, und Klimaneutralität ist nicht dasselbe wie CO2-Neutralität. Das Modul klärt die Begriffe, die Ziele von UN, EU und Bund und die Bilanzierung von Treibhausgasemissionen für ein Rechenzentrum.
- Nachhaltigkeit definiert: die Agenda 2030 der UN mit den 17 Sustainable Development Goals, ihre Durchgängigkeit von global bis regional, SDG 9 als Hauptziel für Rechenzentren
- Klimaneutralität, CO2-Neutralität und Treibhausgasneutralität; der GWP-Wert als Umrechnung von F‑Gasen in CO2-Äquivalente; Kältemittel unter der F‑Gase-Verordnung
- Klimaziele: EU-Klimagesetz und Green Deal, Klimaschutzgesetz des Bundes, der Climate Neutral Data Centre Pact als Selbstverpflichtung der Branche
- Bilanzierung nach dem GHG Protocol: Scope 1, 2 und 3; Gruppenübung zu den typischen Emissionen eines Rechenzentrums
- Einordnung in Wertesysteme: Zielkonflikte zwischen Klimaschutz, Wirtschaft und Sicherheit, Entwicklung zur nachhaltigen Marktwirtschaft
Die europäische Energieeffizienzrichtlinie kommt über das Energieeffizienzgesetz im Rechenzentrum an, mit Grenzwerten, Managementpflicht und Register. Das Modul ordnet die Pflichten nach Bestand und Neubau, nach privatem und öffentlichem Betreiber und zeigt, was wann zu melden ist.
- Europäischer Rahmen: Green Deal, Energieeffizienzrichtlinie (EED) und ihre Umsetzung in deutsches Recht
- Energieeffizienzgesetz: Begriffsbestimmungen für Betreiber und Rechenzentrum (§ 3), PUE-Vorgaben und Anteil wiederverwendeter Energie je Inbetriebnahmedatum (§ 11), Energie- oder Umweltmanagementsystem mit kontinuierlicher Messung und Zertifizierungspflicht (§ 12), Bußgeldvorschriften
- Informationspflicht und Register: Angaben nach Anlage 3 jährlich bis zum 31. März (§ 13), Energieeffizienzregister und Übertragung in die europäische Datenbank (§ 14), Energieverbräuche je Kunde (§ 15); Leitfaden zum Rechenzentrumsregister, Energieeffizienzkennzeichnung nach PEERDC; Delegierte Verordnung (EU) 2024/1364 ab 500 Kilowatt mit Meldung bis zum 15. Mai
- CSRD und EU-Taxonomie: welche Unternehmen berichtspflichtig sind, die sechs Umweltziele und ihre Anwendung auf Rechenzentren, das EU Taxonomy Assessment Framework für Rechenzentren
Das Gesetz nennt Grenzwerte, die Norm sagt, wie gemessen wird. Das Modul erklärt die Kennzahlen der Reihe EN 50600-4-x mit Formel, Bereichsgrenze und Messkategorie und stellt die Standards vor, mit denen Energieeffizienz und Umweltverträglichkeit bewertet werden.
- Energiebilanz eines Rechenzentrums und die Kennzahlen PUE (EN 50600-4-2), REF (4-3), ERF (4-6), CER (4-7), CUE (4-8) und WUE (4-9): Berechnung, Wertebereich, Aufbau der Normteile
- Zusammenhang zwischen Energieeffizienzgesetz und Kennzahlen: Grenzwerte für PUE und ERF, Angaben zu PUE, REF, ERF, CER und WUE nach Anlage 3; welche Kennzahl in welcher Meldung
- PUE richtig lesen: Bereichsgrenze und Messkategorien, kein Vergleich verschiedener Rechenzentren, Einfluss von Auslastung, Verfügbarkeitsklasse und Standortklima
- Reifegradmodell für Energiemanagement und Umweltverträglichkeit nach CLC/TS 50600-5-1: fünf Stufen, acht Elemente, Bewertung und Aktionsplan; empfohlene Praktiken nach CLC/TR 50600-99-1 und 99-2
- Blauer Engel für Rechenzentren mit Anforderungen und Grenzwerten; EU Code of Conduct for Data Centre Energy Efficiency
Server sind der größte Stromverbraucher der IT, und die Herstellung von Hardware und Gebäude erzeugt Emissionen, die vor dem ersten Betriebstag anfallen. Das Modul betrachtet Nachhaltigkeit in der IT-Architektur, in Beschaffung und Nutzungsdauer und im Planen und Bauen mit Ökobilanz.
- Nachhaltige IT-Architektur im Schichtenmodell: Rackeintrittstemperatur, Servereffizienz und Laufzeiten, On-Premise gegenüber Cloud, energieeffiziente Software (Green Coding)
- Nachhaltigkeit in der IT und durch IT: Acht-Punkte-Plan, Remarketing und Refurbishing von Hardware, Fallstudie eines Betreibers, Projekt-Review zur Senkung des IT-Stromverbrauchs
- Nachhaltiges Planen und Bauen: Ökobilanzierung, modulare Rechenzentren, nachhaltiges Design und Bauprozesse, Fallstudien
- Energieeffizienz in der Planung nach EN 50600-1: Niveau der Befähigung zur Energieeffizienz vor Planungsbeginn, Energieeffizienz als Hauptziel der Auslegung unabhängig von der Verfügbarkeitsklasse
Ohne Messung kein Nachweis: Das Energieeffizienzgesetz verlangt kontinuierliche Messungen der wesentlichen Komponenten, und jede Kennzahl braucht einen definierten Messpunkt. Das Modul zeigt, wie Gebäudeautomation, Energiemonitoring und digitale Zwillinge Daten liefern und Effizienz steuern.
- Gebäudeautomation: Begriffe, Aufbau, Informationsflüsse; Beitrag zur energetischen und organisatorischen Effizienz; warum sie in die Planung gehört
- Energiemonitoring: Bausteine und Werkzeuge, Nutzen für Effizienz, Nachhaltigkeit, Sicherheit und Verfügbarkeit
- Messkonzept nach EN 50600-1: drei Granularitätsniveaus, Messpunkte für die Kennzahlen der Reihe 4-x
- Digitale Zwillinge im Gebäude: zwei Arten, Voraussetzungen, vier Phasen der Einführung, Anwendungen je Nutzergruppe
Nachhaltigkeit wird zum System, wenn sie Verantwortliche, Kennzahlen und Audits hat. Das Modul führt Energie- und Umweltmanagement nach DIN EN ISO 50001, ISO 14001 und EMAS ein und schließt mit der Potentialanalyse und den technischen Maßnahmen, die im Betrieb am meisten bewegen.
- Grundsätze von Energie- und Umweltmanagementsystemen nach DIN EN ISO 50001, ISO 14001 und EMAS; Abgrenzung und Synergien zum ESG-Reporting; Verantwortungsstrukturen im Unternehmen
- Einführen, zertifizieren, aufrechterhalten: kontinuierliche Verbesserung, Energieleistungskennzahlen (EnPI), interne Audits, Kommunikation im Team
- Nachhaltigkeitspotentialanalyse eines Rechenzentrumsbetriebs in Gruppenarbeit: Aktionsfelder, Verantwortlichkeiten, Aktionsplan, unterstützende Werkzeuge
- Praktische Umsetzung: Abwärmenutzung mit Vor- und Nachteilen der Ansätze und richtiger Bilanzierung, Energieallianzen, Effizienz im White Space und in den Kühlanlagen, Notstromkonzepte und Treibstoffe mit Umweltbilanz
Normbezug und Praxis
Normen, Gesetze, Verordnungen
Das Seminar behandelt diese Normteile, Gesetze und Verordnungen:
Energieeffizienzgesetz (EnEfG)
Begriffe (§ 3), klimaneutrale Rechenzentren (§ 11), Energie- und Umweltmanagementsysteme (§ 12), Informationspflicht mit Anlage 3 (§ 13), Energieeffizienzregister und Kundeninformation (§§ 14, 15); Gesetzesstand 13. November 2023
Delegierte Verordnung (EU) 2024/1364
Europäische Datenbank über Rechenzentren, Kennzahlen nach den Methoden der Reihe EN 50600-4
Energieeffizienzrichtlinie (EED)
Europäischer Rahmen, umgesetzt im Energieeffizienzgesetz
EU-Klimagesetz
Klimaziele der EU im Rahmen des Green Deal
Klimaschutzgesetz
Klimaziele des Bundes
CSRD
Berichtspflicht zur Nachhaltigkeit
EU-Taxonomie
Sechs Umweltziele und ihre Anwendung auf Rechenzentren
F‑Gase-Verordnung
Kältemittel und GWP
EN 50600‑1 Allgemeine Konzepte
Befähigung zur Energieeffizienz (Abschnitt 7.4), Planungsgrundsätze zur Energieeffizienz (Abschnitt 9.2)
EN 50600‑4‑1 bis 4‑9
4-1 Überblick über Leistungskennzahlen, 4-2 PUE, 4-3 REF, 4-6 ERF, 4-7 CER, 4-8 CUE, 4-9 WUE
CLC/TS 50600‑5‑1
Reifegradmodell für Energiemanagement und Umweltverträglichkeit
CLC/TR 50600‑99‑1 und 99‑2
Empfohlene Praktiken
DIN EN ISO 50001
Energiemanagementsystem
ISO 14001
Umweltmanagementsystem
EMAS
Umweltmanagement und Umweltbetriebsprüfung nach EU-Verordnung
GHG Protocol
Bilanzierung von Treibhausgasemissionen in Scope 1, 2 und 3
Blauer Engel für Rechenzentren
Anforderungen und Grenzwerte
EU Code of Conduct for Data Centre Energy Efficiency
Freiwilliger Rahmen für Energieeffizienz

Ablauf und Voraussetzungen
Wie läuft das Seminar ab?
Seminarzeiten und Unterlagen
Fünf Seminartage in Präsenz. Der erste Seminartag beginnt üblicherweise um 10 Uhr, die Folgetage um 9 Uhr; Seminarende ist gegen 17 Uhr, am fünften Tag gegen 13 Uhr. Die Unterlagen erhalten Sie als PDF in der Sprache der Durchführung.
Gruppenarbeit an Bilanz und Potentialanalyse
Mehrere Referenten teilen sich die fünf Tage nach Themen auf. In Gruppenarbeiten bilanzieren Sie die Emissionen eines Rechenzentrums nach Scope 1, 2 und 3 und erarbeiten eine Nachhaltigkeitspotentialanalyse mit Aktionsplan.
Präsenz
Getränke, Kaffee und Mittagessen sind enthalten, und es bleibt Zeit für den Austausch mit den anderen Teilnehmern und den Referenten, die aus der Praxis kommen.
Prüfung und Zertifikat
Nach dem Seminar erhalten Sie per E-Mail den Link zur Online-Prüfung und haben eine Woche Zeit, sie abzulegen. Mit Bestehen erhalten Sie das Seminarzertifikat, unbegrenzt gültig und öffentlich verifizierbar; Unterlagen und Zertifikat finden Sie im DCE Campus.
Voraussetzungen: Grundwissen empfohlen
Empfohlen ist Grundwissen über die Gewerke eines Rechenzentrums, etwa aus dem Seminar Rechenzentrum – Allgemeine Grundlagen; Bedingung ist es nicht. Nachhaltigkeits- und ESG-Beauftragte ohne technischen Hintergrund finden im Seminar die Brücke zur Technik, Techniker die Brücke zu Berichtspflichten und Managementsystemen.
Qualitätssicherung durch Ihr Feedback
Jedes Seminar der DCE academy wird systematisch ausgewertet. Am Ende des Seminars, beim Videokurs nach der letzten Lektion, bitten wir Sie im DCE Campus um eine kurze Bewertung von etwa zwei Minuten: zu Ihrem Weiterbildungsbedarf, zur Methodik, zu Stoffmenge und Aufbau, zu den Unterlagen, zu den Referenten und zur Organisation. Drei Monate später fragen wir per E‑Mail nach, wie gut sich das Gelernte in Ihrer Praxis anwenden lässt. Den E‑Mails können Sie jederzeit widersprechen.
Wir werten die Ergebnisse je Seminar aus, und sie fließen in die Weiterentwicklung von Inhalten, Unterlagen und Referenten ein. Anregungen und Beschwerden können Sie jederzeit an contact@dce-academy.com richten. Sie erhalten innerhalb von zwei Werktagen eine Eingangsbestätigung und spätestens nach zehn Werktagen eine Antwort.
Termine und Anmeldung
Termin und Format wählen
Gleiche Inhalte, gleicher Preis, gleiches Zertifikat in jedem Format.
6.990 € netto je Teilnehmer, in jedem Format
Seminartermine
Kein passender Termin oder mehrere Teilnehmende aus einem Unternehmen? Thomas Wawra berät Sie zu Terminen, Formaten und Rahmenverträgen.
Vor der Anmeldung
Häufige Fragen
Fünf Kernpflichten: Grenzwerte für die Energieverbrauchseffektivität (höchstens 1,5 ab dem 1. Juli 2027 und 1,3 ab dem 1. Juli 2030 für Bestandsrechenzentren; 1,2 plus Abwärmeanteil für Inbetriebnahmen ab dem 1. Juli 2026), Strom bilanziell zu 50 Prozent ab 2024 und zu 100 Prozent ab 2027 aus erneuerbaren Energien, ein Energie- oder Umweltmanagementsystem mit kontinuierlicher Messung, die jährliche Veröffentlichung und Übermittlung der Angaben nach Anlage 3 bis zum 31. März und die Darstellung der Energieverbräuche je Kunde. Das Seminar ordnet die Pflichten Ihrem Rechenzentrum zu, nach Größe, Inbetriebnahme und Träger (Gesetzesstand 13. November 2023; ändert sich das Gesetz, behandelt das Seminar den Stand zum Seminartermin).
Die Energieverbrauchseffektivität nach DIN EN 50600-4-2 (PUE), den Anteil erneuerbarer Energien nach 4-3 (REF), den Anteil wiederverwendeter Energie nach 4-6 (ERF), die Effizienz des Kühlsystems nach 4-7 (CER) und die Wassernutzung nach 4-9 (WUE). Im Seminar rechnen Sie jede Kennzahl mit ihrer Formel, ihren Bereichsgrenzen und Messkategorien durch und lernen, welche Kennzahl in welche Meldung gehört.
Belastbare Zahlen aus dem Rechenzentrum: Sie bilanzieren Emissionen nach dem GHG Protocol in Scope 1, 2 und 3, kennen die sechs Umweltziele der EU-Taxonomie und ihre Anwendung auf Rechenzentren und wissen, welche Kennzahlen nach EN 50600-4-x in Nachhaltigkeitsberichte gehören. Dazu kommt die Abgrenzung von Energie- und Umweltmanagementsystemen zum ESG-Reporting und die Synergien zwischen beiden.
Das dreitägige Seminar Energiemanagement nach DIN EN ISO 50001 vertieft die rechtssichere Umsetzung des Energieeffizienzgesetzes über ein Energiemanagementsystem. Nachhaltigkeit & Effizienz im Rechenzentrum nimmt in fünf Tagen das ganze Bild: Klimaziele und Regulierung, alle Kennzahlen der EN 50600-4-x, Reifegradmodell, Blauer Engel und EU Code of Conduct, nachhaltige IT, Planen und Bauen, Gebäudeautomation, Abwärmenutzung, Kühlung und Notstrom sowie die Einführung von Energie- und Umweltmanagementsystemen. Wer beides braucht, beginnt mit dem Seminar, das zur aktuellen Aufgabe passt.
Grundwissen über die Gewerke eines Rechenzentrums hilft, etwa aus dem Seminar Rechenzentrum – Allgemeine Grundlagen, ist aber keine Bedingung. Das Seminar erklärt die Technik so weit, wie Nachhaltigkeitsbeauftragte sie für Berichte und Entscheidungen brauchen, und geht für Techniker bis zu Messkonzepten, Kühlanlagen, Abwärmenutzung und Notstromkonzepten.
Derzeit nicht. Nachhaltigkeit & Effizienz im Rechenzentrum findet als Präsenzseminar auf Deutsch statt, Englisch auf Anfrage; Termine, Orte und Verfügbarkeit zeigen die Seminartermine.
Ja. Die DCE academy vertreibt keine Produkte und vertritt keinen Hersteller; im Seminar findet kein Produktvertrieb statt. Ihr Ziel ist, Wissen zu vermitteln und gut auszubilden, mit Experten, die ihr Thema aus laufenden Projekten kennen.
Nach bestandener Prüfung das Seminarzertifikat der DCE academy, unbegrenzt gültig und öffentlich verifizierbar. Den Link zur Online-Prüfung erhalten Sie nach dem Seminar per E-Mail und haben eine Woche Zeit. Das Seminar bereitet Ihr Rechenzentrum aus Betreibersicht auf Bewertungen und Zertifizierungen vor: Reifegradmodell nach CLC/TS 50600-5-1, Blauer Engel, Validierung oder Zertifizierung des Energie- oder Umweltmanagementsystems nach DIN EN ISO 50001, ISO 14001 oder EMAS. Die Zertifizierung selbst führt eine Zertifizierungsstelle durch.
